Welche Kamera für die Landschaftsfotografie?

In diesem Beitrag geht es um die richtige Ausrüstung für die Landschaftsfotografie. Aber keine Sorge, Equipment ist nicht das Wichtigste! Hier findest du 5 Tipps zur Landschaftsfotografie

Was muss die Kamera für die Landschaftsfotografie können? APS-C oder Vollformat? Ist die Marke wirklich wichtig für die Landschaftsfotografie?

Braucht man für die Landschaftsfotografie überhaupt eine spezielle Kamera? Vorweg ist zu sagen, das man mit nahezu jeder Kamera tolle Fotos von einer Landschaft machen kann – auch mit den Einstiegsmodellen. Erst wenn du deine Fotos in einer tollen Qualität und großformatiger drucken lassen möchtest, wird der Wunsch nach einer neuen Kamera für die Landschaftsfotografie aufkommen.

Gibt es eigentlich die beste, tollste und einzig wahre Kamera für die Landschaftsfotografie? In my humble opinion: Nope. Dafür spielen der persönliche Geschmack und Vorlieben eine zu Große Rolle.

Alle in diesem Beitrag mit Sternchen (*) versehenen Links sind sogenannte Provision-Links bzw. Affiliate-Links.
Klickst du auf solch einen Verweislink und kaufst zum Beispiel deine neue Kamera für die Hundefotografie, erhalte ich für deinen Einkauf eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

1. Was muss die Kamera für die Landschaftsfotografie können?

Das Hauptziel der meisten Landschaftsfotografen ist es, eine Szenerie in hoher Bildqualität festzuhalten. Die meisten Bilder kommen über den digitalen Status nicht hinaus, aber ein paar ausgewählte Lieblingsfotos sollen auch ausgedruckt an der Wand etwas hermachen können.

Im Gegensatz zur Studiofotografie sind die Kameras der Landschaftsfotografen auch einigen suboptimalen Wetterverhältnissen und Reisen im Rucksack ausgesetzt. Ein Anspruch an deine neue Kamera sollten also auch die Wetterfestigkeit und Zuverlässigkeit sein. Je nach persönlicher Fitness wird auch das Gewicht der Ausrüstung eine Rolle spielen.

Wir suchen also einen Fotoapperat, der eine möglichst hohe Bildqualität liefern kann, dabei Regen- und Spritzwassergeschützt ist und möglichst wenig wiegt.

Als ich mich selbst auf die Suche nach einem neuen Kamerasystem gemacht habe, habe ich zusätzlich ein weiteres Kriterium angesetzt: Eine Möglichst große Auswahl an Kompatiblität zu weiteren Ausrüstungsgegenständen wie Objektiven.

2. Persönliche Vorlieben beachten

Alle bekannten Marken (Sony, Nikon, Canon, Fuji, etc.) sind technisch auf einem hohen Niveau und bieten eine hohe Bildqualität. Es sind die feinen Unterschiede in Ergonomie und Software, die letztendlich die Entscheidung beeinflussen.
Mein Tipp: Leihen und ausprobieren. Vor allem, da wir uns in einem kostenintensiven Bereich befinden. Als Alternative kannst du auch in Fotofachgeschäfte vor Ort gehen um dort die Geräte direkt zu vergleichen.

3. Nicht von Marken-Fans beeinflussen lassen

Ähnlich wie auf dem Handymarkt gibt es Marken-Fans, für die alle anderen Kameras nur Müll sind. Höre nicht auf solche einseitigen Meinungen! Jeder Kamerahersteller hat seine Vorteile, aber auch seine Nachteile. Wenn du einen Nikon-Fan fragst, ob Sony gut ist, wird er lachen. Andersherum genauso.
Ein genereller Tipp für den Umgang mit Meinungen/Rezensionen: Die Wahrheit liegt oft irgendwo in der Mitte.

Warum habe ich mich für Sony (Stand 2022) entschlossen?

Nach langer Recherche, habe ich mich für Sony entschieden. Warum? Viele Meinungen aus dem Nikon/Canon-Lager behaupten, das diese Kameras Diven sind und nur wenig aushalten. Aber wenn man diese Personen fragt, wie offen (also kompatibel) Nikon oder Canon sind, wurde es ganz leise. Suche mal nach passenden Objektiven für die Nikon-Z Reihe. Das war für mich das KO – obwohl ich Nikon sehr geneigt bin.

Auch die Geschwindigkeit und der Autofokus sind Stand jetzt bei Sony in der oberen Liga für Preis/Leistung.

Nun bin ich sowieso jemand, der seine Technik nicht schutzlos im strömenden Regen verwendet. Das hält mein innerer Monk einfach nicht aus. Dafür habe ich noch einige SIGMA Objektive (SA) welche nicht für Nikon/Canon geeignet sind, aber weiterverwenden wollte.

4. Wisse, was du fotografierst. Allrounder vs. Spezialisten

Es gibt nicht eine Kamera, die alles perfekt kann. Meine A7RIV hat eine herausragende Bildqualität, hinkt aber beim Thema Geschwindigkeit und Autofokus der A9II stark hinterher. Das ist technisch bedingt. Da ich aber hauptsächlich Landschaften fotografieren wollte und Hunde nur nebenbei, fiel die Wahl auf die langsamere Kamera.
Genauso ist der Video-Spezialist unter den Sonys die „S“ Reihe. Viele erfolgreiche Youtuber schwören auf die A7SIII.
Relativ neu ist als guter Allrounder die SONY A7IV erschienen. Diese soll alle Gebiete zu einem guten Grad abdecken und ist für diejenigen unter euch geeignet, die sich nicht festlegen wollen.
Sobald ich das Budget für eine Zweitkamera habe, werde ich mein Equipment um die SONY A7IV ergänzen, falls die Erstkamera mal ausfällt.

5. APS-C oder Vollformat

Im letzten Punkt wird es jetzt etwas technisch. Es geht um die Sensorgrößen. Der Sensor in deiner Kamera ist mit deiner Netzhaut zu vergleichen. Je größer der Sensor, desto größer wird der aufgenommene Bildausschnitt.

Ein Vollformat-Bildsensor ist 1,6-mal größer als ein APS-C Sensor. Damit bekommst du vom gleichen Standort mit dem gleichen Objektiv mehr auf dein Bild als mit einer APS-C Kamera.

Ein weiterer Pluspunkt einer Vollformat-Kamera: Sie ist lichtstärker. Physisch bedingt steht mehr Platz für die Fotodioden zur Verfügung. Dadurch können diese größer Bemessen werden und nehmen mehr Licht auf.
Nachteil: Die Kameras sind dadurch auch größer, schwerer und natürlich teurer.

Was bedeutet das für deine Suche nach einer Kamera für die Landschaftsfotografie?

Moderne APS-C Kamera bilden ein starkes Fundament für deinen Start in die Fotografie. Du wirst viele tolle Fotos damit machen können, bevor du auf die Grenzen der Technik stößt.

Wenn es das Budget hergibt, macht es für sehr ambitionierte Fotografen allerdings Sinn auf Vollformat zu setzen.

Aufgenommen mit einer APS-C Kamera

Aufgenommen mit einer Vollformat Kamera

6. Welche Kamera für die Landschaftsfotografie

Das Fazit ist: Es kommt auf dich an.

Versuche, festzulegen, für welche Art der Fotografie du wirklich brennst. Wenn es die Landschaftsfotografie ist, starte mit einer budgetfreundlichen APS-C, investiere aber in gute Objektive die auch Vollformat kompatibel sind und ein gutes Stativ.

Teste bevor du kaufst. Nimm die Kameragehäuse in die Hand und finde heraus, was gut in deiner Hand liegt. Vergleiche Meinungen und Bewertungen, bewahre aber Abstand von absoluten Aussagen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Meine persönlichen Empfehlungen für ambitionierte Landschaftsfotografen

Hinweis: Folgende Empfehlungen entspringen meinen persölichen Erfahrungen und Vorlieben und können von deinen Präferenzen abweichen.

Allrounder Vollformat: SONY A7 IV * (Amazon)

 

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner